Fälschungen & Plagiate
BKA veröffentlich Bundeslagebild zu Falschgelddelikten
Polizeilich wurden in Deutschland im Jahr 2010 rund 39.000 Falschgelddelikte (2009: ca. 42.000) registriert. In der Masse handelte es sich dabei um Straftaten der Verbreitung und Herstellung von Euro-Falschgeld. Der Schwerpunkt lag dabei auf Banknoten, in nur etwa 3% der Fälle wurden Münzen hergestellt bzw. verbreitet. Insgesamt wurden in Deutschland im Jahr 2010 durch polizeiliche Maßnahmen und durch Feststellungen von Handel, Banken und Gewerbe 90.824 falsche Euro-Banknoten angehalten, was einem Anstieg von 22% im Vergleich zum Vorjahr (74.414 Euro-Falschnoten) entspricht.
Erkennbar ist eine Tendenz zur Fälschung mittlerer Nennwerte. Die 50-Euro-Banknote wurde mit einem Anteil von ca. 60% der in Deutschland insgesamt registrierten Euro-Falschnoten am häufigsten gefälscht; im Vergleich zum Vorjahr (44%) ein deutlicher Anstieg.
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Gefälschte Vergaser sichergestellt
Beamte des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main haben bei einer Firma in Marburg 277 Vergaser-Fälschungen sowie Aufzeichnungen über den An- und Abverkauf sichergestellt. Die Firma steht im Verdacht, gefälschte Vergaser des Markenherstellers "Keihin" verkauft zu haben. Als Verkaufsplattform wurden Internetshops für die Fälschungen genutzt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden so mehr als 1.200 Vergaser mit einem Gesamtvolumen von etwa 110.000 Euro in den Markt gebracht.
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Markenpiraterie durch Zollfahnder vereitelt
Durch Essener Zollfahnder wurden 457 Musterschuhe , 10 Strafverfahren und 10.000 Euro an Sicherheiten einbehalten. Auf der internationalen Schuhmesse "Global Shoes" in Düsseldorf entdeckten Vertreter der namhaften Markenhersteller Adidas, Nike, Reebok und Converse erneut zahlreiche Plagiate ihrer Marken und Modelle.
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Zoll: Weniger Arzneimittel-, Uhren- und Schmuckplagiate
Aus der aktuellen Jahresbilanz des deutschen Zolls geht hervor, dass die Fahnder erstmals einen deutlichen Rückgang an gefälschten Produkten verzeichnen. In 2010 wurden Arzneimittel, Textilien, Uhren und andere Wertgegenstände im Wert von rund 96 Millionen Euro beschlagnahmt. 2009 kamen die Fahnder noch auf sichergestellt Werte in Höhe von 364 Millionen.
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Plagiate - Edel aber falsch!
Hahner Zöllner beschlagnahmen Plagiate im Wert von 250.000 Euro. Eine Sendung mit 566 gefälschten Mobiltelefonen und drei nachgemachten Luxus-Armbanduhren stellten Beamte des Zollamts Hahn-Flughafen kürzlich bei einer Kontrolle sicher. Die Sendung war auf dem Weg nach Osteuropa, als den Beamten die zweifelhaften Frachtpapiere auffielen. Ein Blick in die Kartons ließ sie dann auch an der Echtheit der Waren zweifeln: Sie entdeckten eine "bunte Mischung" an Mobiltelefonen unterschiedlicher Hersteller, darunter auch über 270 Stück in einer Edel-Version, die im Original mehrere Tausend Euro kostet.
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Preisträger des Plagiarius-Wettbewerbs 2010
Zu 43 Einsendungen vergab die Jury 2010 drei Preise, fünf gleichrangige Auszeichnungen und zwei Sonderpreise. Auf allen Fotos wird jeweils links das Original und rechts das Plagiat gezeigt.
1. Preis Eiswürfelbehälter „Eisi“ Original: Tupperware Deutschland GmbH, Frankfurt, Plagiat: Shanghai Yuhao Household Appliance Manufacturing Co., Ltd., Shanghai, VR China. Zwei deutsche Händler mussten Unterlassungserklärungen unterschrieben. Die Plagiate wurden vom Markt genommen und die Restbestände vernichtet.
2. Preis Spielzeug-Mähdrescher „Claas Lexion 480“ Original: BRUDER Spielwaren GmbH + Co. KG, Fürth, Plagiat: Vertrieb: A.H.U. ADAR Dariusz Adamiec, Warschau, Polen
3. Preis Multimediasessel “Music Rocker cubic” Original: Easychair GmbH, Blomberg, Plagiat: Vertrieb: friboss Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, Heilbronn
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