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Prävention - Dienstag, 19.10.2010 12:37

7. Jahrestagung der DGfK - Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftsspionage

Die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik e.V. (DGfK) hat auf ihrer diesjährigen Jahrestagung mit klarem Votum die bisherige Arbeit des Vorstandes gewürdigt und Dr. Holger Roll als Präsidenten wiedergewählt.

In einem kurzen Rückblick wurde die rasante Entwicklung der DGfK und das Know How der fast 250 Mitglieder hervorgehoben, welche sich zunehmend in Arbeitsgruppen mit fachspezifischen Themenstellungen vertieft befassen können. Neu im DGfK ist, dass die Arbeitsgruppe Wirtschaftskriminalität das Thema zu der Fachveranstaltung am 19. und 20. Oktober stellt.

Unter der Überschrift "Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität und Wirtschaftsspionage" tagen die Delegierten zurzeit im Airbus Congress Center (ACC) in Hamburg. Das Thema gibt Anlass zum Nachdenken über die Herausforderungen die an die künftige Zusammenarbeit in globalen Märkten zu stellen sind. Der Leiter der AG "Wirtschaftskriminalität" , Gerhard-H. Müller unterstrich, dass es eine gemeinsame Aufgabe von Behörden und Sicherheitsunternehmen ist, verlässliche sowie vernetzte Sicherheit zu schaffen.

Reinhard Chedor (Leitender Kriminaldirektor des LKA Hamburg) merkte an, dass an einem der schönsten Orte der Welt, der Wirtschaftmetropole Hamburg, die frühere Sichtweise und das Berufen auf Alleinstellungsmerkmale der Sicherheitsbehörden zu Fragen der Wirtschaftskriminalität in einem globalen Markt, weder zeitgemäß noch nachhaltig zu Erfolgen in der Kriminalitätsbekämpfung führen.

Für die interdisziplinäre Betrachtung der deliktischen Feinheiten in den vielfältigen Geschäftskategorien der Wirtschaft und die Intensivierung der Zusammenarbeit, wird immer wichtiger, meint Chedor.

Jochen Pawlak, Leiter der Unternehmenssicherheit bei der Airbus Operations GmbH, präsentierte den Delegierten den finanziellen und personellen Aufwand, den ein Wirtschaftsunternehmen heutzutage erbringen muss für den Aufbau interner und externer Netzwerke zur Kriminalitätsbekämpfung.

Kritisch führte der Sicherheitschef an, dass der Wunsch zu qualifizierter Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit Polizei und Staatsanwaltschaft nach wie vor schwierig ist. Klare Regelwerke und feste Kommunikationsleitlinien würde die Wirtschaftsunternehmen, die den staatlichen Schutz des Unternehmens durch Unterstützung der Sicherheitsbehörden einfordern, gegen Spionage und Produktpiraterie, wesentlich erleichtern. Unter den Grauzonen der Informationsbeschaffung leiden die Fachkräfte in Wirtschaft und Sicherheitsbehörden gleichermaßen, so Pawlak.

Fortsetzung folgt.

Kategorien: Prävention

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