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Sicherheit für europäische Verbraucher: Rapexbericht 2010

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Praxishandbuch Krisenkommunikation

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Produsa - Newsportal zur Produktsicherheit

Frachtgutzustellung an Dritte mit Risiken

Nach einer Klage eines Verbraucherverbandes hatte sich das OLG Köln mit einer Klausel in den allgemeinen Beförderungsbedingungen eines Paket- und Expressgutunternehmens zu befassen, welche diesem gestattet, im Falle der Abwesenheit des Empfängers Sendungen an bestimmte Ersatzempfänger mit der Wirkung der Beendigung des Haftungszeitraumes zuzustellen. Im Verhältnis zu Verbrauchern ist eine derartige Klausel unwirksam, wenn damit keine verbindliche Pflicht des Zustellers verbunden ist, den richtigen Empfänger über die Ersatzzustellung an einen Dritten zu benachrichtigen, wohin die Ersatzzustellung erfolgt ist. Die Richter führten aus, dass eine Klausel ohne eine solche bindende Verpflichtung die Interessen des Absenders und Empfängers nicht hinreichend berücksichtigt.

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TAGS: Fälschung, Fracht, Frachtbetrug, Frachtdiebstahl, Frachtgut, Haftpflichtversicherung, Haftung, Haftungsfallen, Handel unter fremden Namen, Ladungsdiebstahl, Unterschlagung, Unterschrift, Untreue, Urkundenfälschung, Urteile, Verbraucherschutz

Kfz-Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherung - nicht alle Kosten werden übernommen

Im neuesten Urteil des OLG Celle (AZ 14 U 78/10), befasste sich das Gericht, mit den Anwaltskosten für die Einholung einer Deckungszusage bei einem Rechtsschutzversicherer. Der Streitwert betrug rund 230,00 Euro. Ein Autofahrer war schuldlos in einen Verkehrsunfall verwickelt worden.

Der durch ihn beauftragte Rechtsanwalt meldete erst einmal die Ansprüche beim gegnerischen Unfallversicherer an, um anschließend eine Deckungszusage beim Rechtsschutzversicherer einzuholen.

Hierfür stellte er dem Mandaten eine Rechnung über 230,00 Euro.

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TAGS: Beratung, Beratungspflichten, Beratungsverschulden, Schadenanzeige, Schadenaufwand, Schadenbelastung, Schadenersatz, Schadenersatzforderungen, Schadenfälle, Urteil, Urteile, Urteile zu Versicherungen

Unverzügliche Schadenmeldung trotz fehlendem Versicherungsschein erforderlich

Das Amtgericht München hat vor wenigen Tagen das Urteil (Az: 244 C 26368/09) veröffentlicht. Hierbei ging es um den Fall, dass ein Versicherungsunternehmen den Versicherungsschein zu einem Wohngebäude-Versicherungs-Antrag noch nicht ausgefertigt hatte, jedoch ein Leitungswasserschaden in der Zeit zwischen der Antragsstellung und Übersendung der Versicherungspolice, bereits eingetreten war. In der Urteilsbegründung führte das Amtsgericht aus, dass auch zwischen Antragsstellung und Vertragsschluss bereits vertragliche Sorgfaltspflichten bestünden. Ein Schadenfall sei ein bedeutsamer Umstand, der angezeigt werden müsse, selbst wenn der Hauptvertrag noch nicht zustande gekommen sei.

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TAGS: Beratung, Gebäudeschaden, Obliegenheitsverletzung, Schadenersatz, Schadenersatzforderungen, Schadenfälle, Schadenmeldung, Urteil, Urteile, Versicherung, Versicherungsleistungen, Versicherungsschutz

Das verdeckte Verkehrsschild und die Geldbuße!

Das Oberlandesgericht Hamm befasste sich mit dem Geschehen, dass ein Verkehrsteilnehmer nicht mit einem Bußgeld betraft werden darf, wenn ein Verkehrszeichen nicht zu erkennen war (AZ: III-3 RBs 336/09). Im gegenständlichen Gerichtsfall ging es um einen Taxifahrer, der in einer Tempo-Zone 30, mit einer Geschwindigkeit von über 70 kn/h geblitzt wurde. Vom Amtsgericht Herford wurde er wegen fahrlässiger Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um 40 km/h zu einer Geldbuße von 200,00 Euro verklagt.

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TAGS: Pressemitteilung, Urteil, Urteile, Verbraucherinformation, Verkehrssicherheit

Brillenschäden - Abzug "neu für alt" muss ggf. im Einzelfall geprüft werden

Wird bei einen unverschuldeten Verkehrsunfall oder einem anderen Schadenereignis eine Brille zerstört, so hat der Geschädigte unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf vollständigen Ersatz einer neuen Sehhilfe, ohne das der Grundsatz "neu für alt" angewendet werden kann.

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TAGS: Altschäden, Autoversicherungen, Brillenschäden, Haftpflichtversicherung, Schadenersatz, Schadenfälle, Unfall, unmittelbare Einwirkung, Urteil, Urteile, Versicherung

Spurenbild muss beim Einbruchdiebstahl stimmig sein !

Das Landgericht Potsdam (AZ: 7 S 42/10) musste sich kürzlich mit diesem Fall beschäftigen. Grundsätzlich ist es zwar möglich, dass ein Einbruch stattfindet, ohne offensichtliche Spuren zu hinterlassen. Behauptet der Versicherungsnehmer aber, dass die Überwindung des Türschlosses mittels "Lock-Picking/Schlagpicking" stattgefunden hat, so reicht dies als Nachweis für den vollzogenen Einbruch nicht aus.

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TAGS: Beratung, Einbrecher, Einbruch, einbruchhemmende Produkte, Einbruchserie, Hausratversicherung, Hinweise an die Polizei, Kriminaltechnisches Prüflabor, Nachbesserungs-Set, Nachrüstsicherung, Nachschlüssel, Nicht bei mir, Nicht mit mir, Opferhilfe, Proversicherer, Risiken, Sachversicherung, Schadenersatz, Schadenfälle, Sicherheit, Spurensicherung, Spurensicherungsexperten, Spurensuche, Urteile, Versicherungen, Versicherungsleistungen

Gewährleistungsausschluss - Internetkaufhaus

Ein gewerblicher Verkäufer kann gebrauchte Bürogeräte nicht unter Ausschluss der Gewährleistung verkaufen. Der Bundesgerichtshof hat hierzu in einem Fall des Abverkauf von gebrauchten Elektroartikeln entschieden, dass der Hinweis am Telefon nur an Gewerbetreibende zu verkaufen zu wenig sei. Der Händler hatte keine Vorkehrungen getroffen, mit denen er ausschließen hätte können, dass nur diese Zielgruppe ein Angebot abgab.

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TAGS: Konsumentenschutz, Ratgeber & Recht, Urteil, Urteile

Gelöschter Eintrag im Verkehrszentralregister fällt nicht mehr ins Gewicht

Im gegenständlichen Fall war ein Fahrer im Januar 2007 unter Alkoholeinfluss von 0,77 Promille Auto gefahren. Hierzu erhielt er einen Eintrag in der Flensburger Verkehrssünderdatei und einen rechtskräftigen Bußgeldbescheid. Im Mai 2009 wurde der Kraftfahrzeugfahrer erneut erwischt. Jetzt betrug die Blutalkohol-Konzentration 0,63 Promille.

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TAGS: Beweissicherung, Kaskoversicherung, Ratgeber & Recht, Ratgeber & Recht, Rechtsprechung, Unfallgefahr, Urteil, Urteile, Verbraucherschutz, Verjährungskontrolle

Zulässigkeit kostensparender Reparaturmethoden

Die sogenannte Smart-Repair-Methode ist nach einem Urteil des Landgerichts Saarbrücken zulässig. Die Richter bestätigten, dass der Einsatz bei einer kleinen Delle der fiktiven Abrechnung vorzuziehen ist. Im aktuellen Fall wollte die Klägerin die gegnerische Versicherung zur Leistung verpflichten und eine Delle an der Tür fiktiv abrechnen.

Das Landgericht entschied am 24.09.2010 die Meinung des Versicherers gestützt, das die Smart-Repair-Methode eine gleichwertige, aber günstigere Alternative zur Schadenbeseitigung sein kann. Bei der fiktiven Reparatur hätten den Schädiger und dessen Versicherer die Reparatur 964,88 Euro gekostet.

Mit der Alternativmethode lagen die Kosten gerade einmal bei 293,10 €, so dass durch den Schädiger auch die Selbstkostenübernahme attraktiv wird, um eine günstige Schadeneinstufung wegen eines geringen Schadenfalles nicht zu belasten.

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TAGS: Auto & Verkehr, Autoversicherung, Smart Repair, Urteile

Gefälschte Diddl-Maus

Ein Händler der in China produzierte Ware verkauft, die markenrechtlich geschützte Motive tragen kann strafrechtlich belangt werden. 

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TAGS: Konsumentenschutz, Markenschutz, Nachahmung, Plagiate, Rechtsprechung, Urteile

Produsa - Newsportal und Archiv zur Produktsicherheit, Schadenaufklärung und Produktrückrufen

 

Bringen Sie mit Produsa dem Newsportal für mehr Produkt-Sicherheit und Aufklärung Ihr Eigenkontrollsystem auf den aktuellsten Stand. Vertiefen und aktualisieren Sie Ihre Kenntnisse. Lernen Sie durch frühzeitige Information präventive und gleichzeitig kostengünstige Lösungen kennen. Nutzen Sie unser Praxiswissen.

Welche Idee steckt hinter Produsa?

Wir wollen als Netzwerk interessanter Gesprächspartner sein und stehen für mehr Fairplay in der Produktsicherheit, Produktaufklärung, Sachmängelhaftung, Schadenaufklärung und den Möglichkeiten eines transparenten Schadenausgleich.

Wir zeigen Präsenz und verstehen uns als Kommunikationsdesigner zwischen Verbraucher,Handel und Hersteller.

Kundenzufriedenheit

Nur wenige Unternehmer wissen, was der beste Kritiker ihres Geschäfts -der Kunde- wirklich denkt. Das hat zur Folge, dass die Wünsche der Kunden unerkannt bleiben und eine Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen nicht stattfinden kann.

Wer ein gutes Kundenbeziehungsmanagement betreibt, bekommt treue Kunden, die gerne wiederkommen, auch im Falle eines Produktmangels.

Wer für andere Menschen aufrichtig Interesse zeigt, ist auch im Schadenfall überall willkommen.

In Produsa finden Sie Hinweise und Informationen zu Produkten aller Art. Über unsere Produktsuche erhalten Sie alle wesentlichen Informationen zu den verschiedensten Themenstellungen rund um Ihre Sicherheit. 

Rapex-Meldungen

Produsa ist offizieller Inhaber des Copyrights zur Veröffentlichung der deutschen Übersetzung der RAPEX-Meldungen – dem Schnellwarnsystem der EU für alle gefährlichen Konsumgüter, die von den einzelstaatlichen Behörden gemeldet wurden. In den Meldungen werden alle Informationen über das Produkt, der von ihm ausgehenden Gefahr und die entsprechenden Maßnahmen beschrieben, die in dem betreffenden Land ergriffen wurden. Produsa ist einer der wenigen deutschen Lizenznehmer und veröffentlicht Rapex-Meldungen exklusiv in deutscher Übersetzung.

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