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Autoschlüssel in Briefkasten geworfen – Kaskoversicherung musste nicht voll zahlen

Die Fahrzeugrückgabe eines Mietwagen oder die Überlassung an eine Werkstatt zur Reparatur durch Einwurf eines Fahrzeugschlüssels in einen „Briefkasten“ ist ein alltäglicher Fall. In einem Rechtsstreit vor dem Amtsgericht Düsseldorf ging es um die Frage des Schadenersatzes, wenn zur Überwindung der Wegfahrsperre der passende Schlüssel zum Einsatz kommt, den sich ein Dieb aus einem unzureichend gesicherten Briefkasten angelt.

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TAGS: Autodiebstahl, Autoklau, Autoversicherung, Beweissicherung, Diebstahlradar, einbruchhemmende Produkte, Kaskoversicherung, Kfz-Kriminalität, Klauen auf Bestellung, Prävention, Produktsicherheit, Ratgeber & Recht, Richterspruch, Schadenaufwand, Schadenersatz, Urteile

Diebstahl muss bei naheliegender Vortäuschung bewiesen werden

Die Richter des Landgericht Coburg (LG) und Oberlandesgericht Bamberg (OLG) hatten sich mit der Frage zu befassen, ob eine Versicherung den vollen Nachweis dafür erbringen muss, dass der Diebstahl eines Autos nur vorgetäuscht wurde oder auch Tatsachen ausreichen, die mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die Vortäuschung des Versicherungsfalles nahelegen.

In dem aktuellen Fall wurde ein Mercedes für 20.000 Euro gekauft unter dem Hinweis des Vorhalters, dass dieser noch im Februar 2008 einen Heckschaden erlitten hatte. Ein Sachverständiger schätzte den Schaden damals auf 20.000 Euro. Bereits vor der Diebstahlmeldung ging bei der Polizei und dem Versicherer ein anonymer Hinweis ein, dass das betreffende Fahrzeug in Berlin gestohlen gemeldet werden würde.

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TAGS: Autodiebstahl, Autoversicherung, Diebstahl, Diebstahlradar, Diebstahlschutz, Ehrlichkeit, Ermittlungen, Fahrzeugdiebstahl, Fahrzeughistorie, Fahrzeugschäden, Fahrzeugverschiebung, Falschangaben, Historie, Kaskoversicherung, Leistungsfreiheit, Ratgeber & Recht, Rechtsprechung, Richterspruch, Schadenanzeige, Urteil, Versicherungsbetrug, Versicherungsmissbrauch, Versicherungsschutz, Wahrheit oder Lüge

Schwimmende Kunstwerke

Das OLG Koblenz musste sich in seiner Sitzung vom 30.09.2010 (AZ: 2 U 779/09) mit dem Thema der generellen Verpflichtung des Vermieters, zur Überprüfung der wasserführenden Rohrsystems innerhalb eines Mietshauses, befassen.

Im gegenständlichen Fall hatte ein freischaffender Künstler einen Kellerraum gemietet um dort eine größere Menge an selbsterstellten Reliefs, zu lagern. Die Jahresmiete für den Kellerraum betrug rund 1.800 Euro jährlich. Der Vermieter erfuhr am Morgen des 25.02.2008, dass in den Kellerräumen ein Heizungsrohr gebrochen war. Das Wasser sammelte sich leider überwiegend in dem um 75 cm tiefer als alle anderen Räume gelegenen Kellerraum, welcher vom Kläger gemietet war.

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TAGS: Haftpflichtversicherung, Haftung, Kunstgegenstände, Richterspruch, Risikominimierung, Risikoprophylaxe, Schadenersatz, Schadenfälle, Urteile

Verletzung der Obliegenheiten bei Flucht vom Unfallort

Die unerlaubte Entfernung vom Unfallort führt zur Verletzung der Aufklärungs-Obliegenheit gegenüber dem KFZ-Haftpflichtversicherer, selbst dann, wenn der Unfallbeteiligte sich später aus eigenem Antrieb bei der Polizei freiwillig meldet. Im neuesten Urteil des Amtsgericht Berlin Mitte (AZ: 107 C 3279/09) wird darauf eingegangen, dass auch ein Schockzustand der Unfallverursacherin nicht ausreichend ist, um die Regressforderung des eigenen KFZ-Versicherers auszusetzen. Der Vorwurf, die vertraglichen Obliegenheiten vorsätzlich durch die Entfernung vom Unfallort verletzt zu haben, kann auch nicht mit der Aussage entkräftet werden, dass sie nach zweieinhalb Stunden selbst zur Polizei gegangen sei

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TAGS: Auto & Verkehr, Autoversicherung, Rechtsprechung, Regreß, Richterspruch, Unfall, Unfalluntersuchung, Urteile, Versicherungsschutz

Mietwagen und grobe Fahrlässigkeit

Wenn der Arbeitgeber für seinen Mitarbeiter bei einer gewerblichen Autovermieterin ein Fahrzeug anmietet und eine Haftungsfreistellung beantragt für selbstverschuldete Unfälle mit einer Selbstbeteiligung von 770,00 Euro, dann gilt diese Haftungsreduzierung für den Mieter und den Fahrer nach Art der Vollkaskoversicherung.

Der Mieter darf darauf vertrauen, dass die Reichweite des mietvertraglich vereinbarten Versicherungsschutzes im Wesentlichen dem Schutz entspricht, den er als Eigentümer und Versicherungsnehmer in der Vollkaskoversicherung genießen würde.

Nach Treu und Glauben muss der Autovermieter seine allgemeinen Geschäftsbedingungen so abfassen, dass die Interessen künftiger Vertragspartner angemessen berücksichtigt sind, so die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, zuletzt im Urteil vom 20.05.2009 (Aktenzeichen –XII ZR 94/07).

In einem Berufungsverfahren vor dem Oberlandesgericht Köln ging es um die Frage, ob auch ein stark alkoholisierter Mitarbeiter, welcher das angemietete Fahrzeug im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit zum Unfallzeitpunkt (2,96 Promille) gegen einen Baum gelenkt hat, nach den allgemeinen Bedingungen des Mieters für den verursachten Schaden in Höhe von 16.386,55 Euro aus dem Gesichtspunkt der groben Fahrlässigkeit haftet.

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TAGS: Auto & Verkehr, Autoversicherungen, Gerichtsurteile, grobe Fahrlässigkeit, Haftungsfallen, Kaskoversicherung, Kaskoversicherung, Konsumentenschutz, Leistungsfreiheit, Mietwagenpreise, Produktsicherheit, Rechtsprechung, Rechtsschutz, Regreß, Regulierung von Kfz-Schäden, Richterspruch, Risikominimierung, Schadenaufwand, Schadenfreiheitsrabatt, Totalschaden, Transparenz, Urteile, Urteile zu Versicherungen, VVG-Reform

Aufklärungspflichten beim Autoverkauf

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jüngst entschieden, dass der Verkäufer eines Gebrauchtwagens den Erwerber darüber aufzuklären hat, dass er das Fahrzeug kurze Zeit vor der Weiterveräußerung von einem nicht im Kfz-Brief eingetragenen sogenannten „fliegenden Händler“ erworben hat (Urteil vom 16.12.2009; Aktenzeichen VIII ZR 38/09).

In dem Fall machte der Kläger Schadenersatzansprüche aus dem Kauf eines erstmals im Jahr 1994 zugelassenen Pkw Audi A 6 geltend, den er im März 2004 vom Beklagten zu 1 über einen Gebrauchtwagenhändler (Beklagter zu 2) als Vermittler erworben hatte. Im Kaufvertrag wurden unter Gesamtfahrleistung nach Angaben des Vorbesitzers als Fahrleistung 201.000 km eingetragen. Das entsprach auch dem Tachostand.

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TAGS: Aufklärungspflichten, Betrug beim Autoverkauf, Fahrzeughistorie, Fahrzeugschäden, Fälschung, Gerichtsurteile, Produktsicherheit, Ratgeber & Recht, Regress, Richterspruch, Risikominimierung, Schadenersatz, Tachojustierung, Tachomanipulation, Urkundenfälschung, Urteile, Urteile zu Versicherungen

Feuerwehrgebühren nach Verkehrsunfällen sind nicht immer zulässig

Für Feuerwehreinsätze nach Verkehrsunfällen darf der Unfallverursacher nicht immer mit den die Einsatzkosten abgeltenden Gebühren belastet werden. Dies geht aus zwei Urteilen hervor, mit denen das Verwaltungsgericht Berlin zwei gegen Gebührenbescheide der Feuerwehr gerichteten Klagen stattgegeben hat.

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TAGS: Regress, Richterspruch, Urteile

Brandschaden durch Schweiß- und Lötarbeiten

Missachtet der Dachdecker bei Schweiß- und Lötarbeiten mit offener Flamme einschlägige Brandschutzvorschriften, so haftet er nach einem Urteil des Landgerichts Duisburg für das in Brand gerateneund versicherte Gebäude.

Im vorliegenden Fall hatte ein Versicherer den auf ihn übergegangenen Rechtsanspruch nach der Schadenregulierung gegen den Dachdecker eingeklagt.

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TAGS: Überhitzungsgefahr, Brandgefahr, Kostenersatz, Regress, Richterspruch, Urteil

Dachdecker-Masche

Die Angeklagten, ein 62-jähriger ehemaliger Belmer und sein 39-jähriger Mitstreiter aus Geeste gingen immer nach derselben Masche vor.

Letzterer verteilte als Freigänger der JVA Lingen im Auftrag eines seriösen Dachdeckerbetriebes dessen Broschüren an Eigenheimbesitzer. Im Zweitberuf spähte er die Hausbesitzer aus und begann mit seinem Kumpanen kriminelle Aktivitäten.

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TAGS: Bauernfänger, Betrug, Betrugsdelikte, Crime, neue Masche, Nicht mit mir, Produktsicherheit, Richterspruch, Trickbetrüger, unbedarfte Opfer , Urteile

Brandaufklärung lässt Fragen offen

Nach der Berichtserstattung in Artikeln „Der Zeit“, die „Welt“ und im „Spiegel“ haben die Gutachter Hans-Joachim Keim und Bernhard Schrettenbrunner in einer 22-seitigen Strafanzeige ihre Vorwürfe zur Brandaufklärung des Kaprun-Unglückes gegen die Justiz sowie die Gerichtssachverständigen eingereicht. Bei der Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn kamen am 11. November 2000 155 Menschen ums Leben. Die österreichischen Ermittlungen konzentrierten sich damals auf den Heizlüfterhersteller FAKIR. Nach den Ermittlungen des Landeskriminalamtes Stuttgart ergaben sich aber ganz andere Ergebnis

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TAGS: Überhitzungsgefahr, Brandgefahren, Brandrisiko, ProdHG, Produktbeobachtung, Produktfehler, Produkthaftungsgesetz, Produkthaftungsrecht, Produktqualität, Produktwarnungen, Regress, Richterspruch, Seriösität, Sicherheitshinweis, Todesfälle, Transparenz, Verletzungsrisiko, Vollbrand

Produsa - Newsportal und Archiv zur Produktsicherheit, Schadenaufklärung und Produktrückrufen

 

Bringen Sie mit Produsa dem Newsportal für mehr Produkt-Sicherheit und Aufklärung Ihr Eigenkontrollsystem auf den aktuellsten Stand. Vertiefen und aktualisieren Sie Ihre Kenntnisse. Lernen Sie durch frühzeitige Information präventive und gleichzeitig kostengünstige Lösungen kennen. Nutzen Sie unser Praxiswissen.

Welche Idee steckt hinter Produsa?

Wir wollen als Netzwerk interessanter Gesprächspartner sein und stehen für mehr Fairplay in der Produktsicherheit, Produktaufklärung, Sachmängelhaftung, Schadenaufklärung und den Möglichkeiten eines transparenten Schadenausgleich.

Wir zeigen Präsenz und verstehen uns als Kommunikationsdesigner zwischen Verbraucher,Handel und Hersteller.

Kundenzufriedenheit

Nur wenige Unternehmer wissen, was der beste Kritiker ihres Geschäfts -der Kunde- wirklich denkt. Das hat zur Folge, dass die Wünsche der Kunden unerkannt bleiben und eine Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen nicht stattfinden kann.

Wer ein gutes Kundenbeziehungsmanagement betreibt, bekommt treue Kunden, die gerne wiederkommen, auch im Falle eines Produktmangels.

Wer für andere Menschen aufrichtig Interesse zeigt, ist auch im Schadenfall überall willkommen.

In Produsa finden Sie Hinweise und Informationen zu Produkten aller Art. Über unsere Produktsuche erhalten Sie alle wesentlichen Informationen zu den verschiedensten Themenstellungen rund um Ihre Sicherheit. 

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Produsa ist offizieller Inhaber des Copyrights zur Veröffentlichung der deutschen Übersetzung der RAPEX-Meldungen – dem Schnellwarnsystem der EU für alle gefährlichen Konsumgüter, die von den einzelstaatlichen Behörden gemeldet wurden. In den Meldungen werden alle Informationen über das Produkt, der von ihm ausgehenden Gefahr und die entsprechenden Maßnahmen beschrieben, die in dem betreffenden Land ergriffen wurden. Produsa ist einer der wenigen deutschen Lizenznehmer und veröffentlicht Rapex-Meldungen exklusiv in deutscher Übersetzung.

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