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Produktrückrufe - Donnerstag, 01.04.2010 19:21

Gefährliche Brustimplantate

Französische und deutsche Kontrollorganisationen (Afssaps und Bfarm) empfehlen Ärztinnen und Ärzten, die Silikongel-gefüllten Brustimplantate des Herstellers Poly Implant Prothese (PIP) bis auf weiteres nicht mehr einzusetzen und betroffene Patientinnen zu informieren. Die französische Kontrollinstanz hat die Vermarktung, den Vertrieb, den Export und die weitere Verwendung europaweit untersagt. Nach einer Kontrolluntersuchung im Betrieb in La Seyne-sur-Mer bestätigte sich der Verdacht einer ungewöhnlichen Anhäufung von leckenden Implantaten. Ärzte hatten die Afssaps hierauf hingewiesen. Die meisten Brustimplantate werden seit 2001 hergestellt. Die Behörde hatte festgestellt, dass die Brustimplantate nicht mit dem ursprünglich vorgesehenen und dafür spezifizierten Silikongel gefüllt sind.

Es steht zu vermuten, dass diese Brustimplantate auch in Deutschland eingesetzt worden sind. Der Nachrichtensender Euronews berichtete darüber, dass 35.000 europäische und amerikanische Frauen betroffen seien.

Die British Association of Aesthetic Plastic Surgeons (www.baaps.org.uk) spricht von bis zu 45.000 Implantaten in 66 Ländern und weist daraufhin, dass der drittgrößte Hersteller von Implantaten nicht nur seine Website heruntergefahren hat, sondern sich in Liquidation befinden soll.

Im Jahr 2000 hatte die Food and Drug Administration (FDA) bereits Probleme mit der Produktion der PIP Implantate gemeldet.

Die Originalmitteilungen der Kontrollbehörden finden Sie in unserem Downloadbereich:

Mitteilung der französischen Kontrollbehörde (Afssaps)

Mitteilung Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

Kategorien: Produktrückrufe, Gesundheit, Medizinprodukte

Tags: Chargenrückverfolgung, Erkrankung, gesundheitliche Risiken, Gesundheitswesen, Herstellungsfehler, Konsumentenschutz, Krankenversicherung, Produktqualität, Produktrückrufe, Produktschutz, Produktsicherheit, Produktwarnruf, Risikominimierung, Schnellwarnsysteme, Sicherheitsmitteilung, unbedarfte Opfer

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